Im Kontext der ansteigenden Bedeutsamkeit sozialer Netzwerke im Internet (Facebook, StudiVZ etc.) versuchen wir, soziale Vernetzungen auch in der Realität nachzuweisen und zu visualisieren. Wie sehen die Verknüpfungen aus und schafft deren Übertragung in die Wirklichkeit eventuell neue Verbindungen?

Der Versuch wird im Alaunpark stattfinden, der im alternativen Dresdner “Szeneviertel” Neustadt gelegenen ist. Der Park wird im Sommer sehr gut besucht und auf vielfältige Weise genutzt.

Begleitet von Kameras, werden von einem zentralen Standpunkt aus fünf Personen starten und Freunde oder Bekannte irgendwo im Park aufsuchen. Ihren Weg markieren sie dabei mit weißem, breitem Band. Bei den Bekannten angekommen, erklären sie die Aktion kurz und bitten diese, wiederum Freunde irgendwo im Park aufzusuchen und den weiteren Weg zu markieren. Das System wird auf diese Weise weitergeführt, wodurch die vorhandenen Verbindungen zwischen den Menschen im Park nachvollziehbar werden. Dabei wird das zufällige Entstehen neuer Verbindungen nicht ausgeschlossen, sondern provoziert. Alle Teilnehmer werden durch Bändchen “markiert” und haben so die Möglichkeit, sich auch nach der Aktion als Bekannte “über drei ecken” zu identifizieren.

Dokumentiert wird der Prozess mit Videokameras aus der Luft, sowie am Boden. Es wird ein Kurzfilm entstehen, der im Projekt-Blog veröffentlicht wird. Außerdem kann der Blog zum Mitteilen persönlicher Erlebnisse während der Performance von allen Teilnehmern genutzt werden.

Vor 1 Jahr